Unglaublich locker - Die Sprache im Experteninterview (Kulturradio aus Frankfurt)…
…”das geht aber gar nicht!”, meinte ein guter Freund schon vor Monaten und ich kann ihm diesmal nicht zustimmen: “Alles geht!” könnte man zu dem Experten-Interview (Rückblick auf ein großes nationales Kunstereignis aus Nordhessen) sagen, welches mein Kulturradio heute mittag sendet. Achtung Satire
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Natürlich ist es eigentlich und sozusagen recht bequem, die Antworten im Interview im Kulturradio sprachlich unglaublich locker zu fassen und irgendwie, glaube ich, ein bisschen von der Umgangssprache zu profitieren.
Wer aber als bekannter Kunstkritiker gelten möchte und auch noch eine große Zeitung vertritt, müsste es “eigentlich” “total spannend” finden, sich einmal selbst zuzuhören. Was soll uns die lange Reihe von sprachlichen Floskeln und Allgemeinplätzen signalisieren: Modernität? Souveränität? Jugend? “Coolness”?
Die Moderatorin versucht, das sprachliche Niveau des Interviews durch Konjunktive und Formulierungen wie z.B. “Auseinandersetzung mit postkolonialistischen Strukturen” aufzubessern, aber …”da war man eigentlich ein bisschen überfordert”, meint der Kritiker im Radio selbst (in Bezug auf das im Radio verhandelte Ausstellungsthema) und der durch das Interview angestrengte Rundfunkhörer kann ihm hinsichtlich der dabei benutzten Sprache sicherlich nur zustimmen.
Was hat denn Kultur schon mit so’ne oder so’ne Sprache zu tun, ej?