Noch mehr Flagge zeigen? - Der Presseclub am 20.8. und der Nahostkrieg
“Deutsche Truppen in Nahost – Terrorgefahr bei uns?” hat der Presseclub unter Leitung von Monika Piel am 20.8.2006 gefragt und schon der Redaktionstext auf der Webseite wdr.de/tv/presseclub legt die Antwort nahe:
“Aber kann sich die Bundesregierung einer solchen internationalen Bitte entziehen?” heißt es dort und die eingeladenen Gäste sagen entsprechend Ja zum geplanten Nahosteinsatz deutscher Soldaten.
Wenn Michael Stürmer (Welt), Richard Chaim Schneider (demnächst ARD) und Gil Yaron (Publizist, Israel) zu diesem Thema zusammentreffen, was können da Hans Ulrich Jörges (Stern) und Parice Drouin (Les Echos, Frankreich) noch viel widersprechen?
Man ist sich einig, dass Deutschland Flagge zeigen, sich auch im Nahen Osten militärisch engagieren muss, dass der Terrorismus bei uns angekommen und nur durch eine entschiedene und wehrhafte Verteidigung des Westens - diesmal durch ein starkes Auftreten der Europäer selbst - der Gefahr der wachsenden Bedrohung Israels und seiner Verbündeten begegnet werden kann
(*Presseclub, 20.8.: Israel=Verteidigung, Naher Osten=Erdölvorräte, Hisbollah=Terrorismus, Arabische Welt=Unterentwicklung, UN=Unwirksamkeit, Iran=Angreifer, Syrien=Terrorhelfer, NATO=Hoffnungsträger, Deutschland=Krisenmanager, Nahostkrieg=Bewährungstest)
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Dieses Ergebnis des Gesprächs im ARD-Presseclub am 20.8.2006*, durch wenige Randbedenken von Jörges und Drouin kaum berührt, hätte die Moderatorin auch in einer fünfminütigen Erklärung vorwegnehmen können und dann zum Sport umschalten. Man sehnt sich nach der Fußball-WM zurück!
Ganz zum Schluss der Sendung sorgt Gil Yaron, der Gast aus Israel, noch für ein wenig Schwung, indem er feststellt: “Wenn man sich als europäische Regierung aus dem Nahen Osten zurückzieht, wird man sich irgendwann auch aus Krefeld zurückziehen müssen!” - aber da hatten die meisten Zuschauer schon abgeschaltet, ohne sich über den militärstrategischen Stellenwert der Stadt Krefeld Rechenschaft abzulegen (Presseclub nachgefragt).
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P.S.: Übersehen haben die eifrigen Diskutanten, dass auf der eigenen Webseite des Presseclubs die Frage ”
“Sollen sich deutsche Soldaten an einer Friedensmission in Nahost beteiligen?” am 20.8. von 72,4% der Befragten mit “nein” beantwortet wird.
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( Themen > Nahost / > Nahostkonflikt / > Nahostkrieg / > Frieden / > Friedensforschung / > Israel / > Libanon / u.a. auch auf news-online.de)
Tröste dich - eh dass diese deutschen Soldaten eintreffen, ist der Krieg dort längst wieder im Gange.
Ob das ein echter Trost ist?